TÜV- / Dekrastationen
TÜV-Erinnerung

KFZ-Zulassungsstellen
An-/Ummeldungstipps

KFZ-Schiedsstellen

KFZ-Innungen
Leasingunternehmen
Autopflege
Teileverkauf

ID Medien Verlag veröffentlich für Sie auf KFZ-Handwerk.de täglich aktuelle Nachrichten und Pressemeldungen aus dem KFZ-Gewerbe.

Betrug der Automobilindustrie geht unvermindert weiter: Neue ICCT-Studie zeigt weiterhin klaffende Lücke zwischen realem Spritverbrauch und Herstellerangaben


Berlin (ots) - Abweichung zwischen Herstellerangaben und realem Spritverbrauch nach wie vor immens - Spritmonitor-Auswertung zeigt: Deutsche Automobilhersteller gemeinsam mit Volvo negative Spitzenreiter - Deutsche Umwelthilfe fordert: Klimaschutzbemühungen im Verkehrssektor müssen auf ehrlichen Spritangaben beruhen - Unabhängige Kontrollen und Sanktionen bei Verstoß unverzichtbar

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wiederholt angesichts der am heutigen Freitag veröffentlichten aktuellen Auswertung der Lücke zwischen Herstellerangaben und realem Spritverbrauch des International Council on Clean Transportation ICCT ihre Forderung nach einem veränderten Typgenehmigungsverfahren für Pkw. Laut Studie weichen die realen Emissionen nach wie vor durchschnittlich um 39 Prozent von den Herstellerangaben ab. Nach Ansicht der DUH sind daher Messungen unter realistischen Bedingungen im Straßenverkehr bereits im Rahmen der Typzulassung unerlässlich. Automobilhersteller, die bei Angaben zum Spritverbrauch ihre Kunden täuschen, müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Ehrliche Spritangaben sind ein essentieller Schritt, um die Minderung von CO2-Emissionen im Verkehr voranzutreiben und Klimaziele einzuhalten.

Die unabhängige Forschungsorganisation ICCT vergleicht seit 2012 jährlich die Nutzerangaben zum realen Spritverbrauch mit den offiziellen Herstellerangaben. In diesem Jahr wurden Daten von 1,3 Millionen Fahrzeugen aus 15 Datenquellen und 8 Ländern untersucht. Das Ergebnis: Seit 2001 ist die Abweichung von 8 Prozent auf 39 Prozent im Jahr 2017 angewachsen. Damit ist das Niveau im Vergleich zum Vorjahr 2016 (40 Prozent) beinahe unverändert. Die Lücke stagniert seit 2015. Die höchsten Abweichungen im Portal Spritmonitor weisen Fahrzeuge der deutschen Hersteller Audi, Daimler und BMW sowie Volvo auf. Auch Toyota weist aufgrund des hohen Anteils von Hybridfahrzeugen an den Toyota-Einträgen in den Spritmonitor.de-Daten (rund 79 Prozent im Baujahr 2017) Abweichungen über dem Marktdurchschnitt auf. Die Ergebnisse bekräftigen die von der DUH seit Jahren kritisierte Verbrauchertäuschung bei Spritverbrauchsangaben der Hersteller. Eine Folge der Spritlüge: Im Schnitt muss ein Autofahrer durch diesen Mehrverbrauch zusätzliche Kosten von circa 400 Euro pro Jahr einrechnen.

"Reale Spritangaben verdeutlichen, wie viel CO2 im Verkehrssektor tatsächlich ausgestoßen wird. Ohne vernünftige Datengrundlage verlaufen Bestrebungen, die CO2-Emissionen auf der Straße zu senken, im Sand. Die Diskussion um Klimaschutzziele im Verkehr verkommt zur Farce. Das Frappierende: Die zuständigen Minister Scheuer und Schulze kennen diese Zahlen und handeln trotzdem nicht. Dabei ist der Handlungsdruck gerade hier besonders groß, denn die Emissionen sind im Verkehrssektor in den letzten Jahren gestiegen. Wir brauchen endlich eine Anlaufstelle für betroffene Verbraucher sowie unabhängige Kontrollen. Festgestellte, zu hohe Abweichungen müssen zwingend sanktioniert werden, um den Betrug der Automobilindustrie zu beenden", fordert Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH.

Bis 2020 muss der CO2-Ausstoß der Neuwagenflotten im Durchschnitt auf 95g/km sinken, so die EU-Vorgaben. Erst im Dezember 2018 hatten sich EU-Kommission, -Rat und -Parlament auf eine weitere Senkung des CO2-Ausstoßes von Neuwagen um 37,5 Prozent bis 2030 geeinigt. Während die Automobilindustrie dies als Zumutung bewertet, reicht die Minderungsvorgabe nach Meinung der DUH und anderer Umweltverbände nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen. Notwendig wären drastische Veränderungen, denn auf dem Weg zur Erfüllung des Pariser Klimaabkommens dürfen spätestens ab 2035 nur noch Fahrzeuge auf den Markt kommen, die keine CO2-Emissionen im Betrieb mehr aufweisen. Das ICCT hat darüber hinaus festgestellt, dass kleinere Fahrzeuge in der Regel niedrigere durchschnittliche Abweichungen haben als größere. Besonders hoch sind die durchschnittlichen Abweichungen bei Hybriden und Premium-Modellen.

Fahrzeuge der Hersteller Honda und Mazda weisen mit 24 Prozent die niedrigsten Abweichungen im Jahr 2017 auf. Mazda verzeichnete einen steilen Rückgang der Lücke seit 2014 und Honda hat konsequent unterdurchschnittliche Werte seit 2009. Volkswagen und Renault-Nissan blieben historisch gesehen unter dem Marktdurchschnitt, haben sich aber zuletzt diesem angenähert.

Im Laufe der vergangenen Jahre haben sich die durchschnittlichen Abweichungen in allen Fahrzeugsegmenten erhöht. "Der Bericht zeigt, dass der CO2-Ausstoß immer dann sprunghaft ansteigt, wenn ein neues Modell auf den Markt gebracht wurde. Der Unterschied zwischen Herstellerangaben und Realverbrauch wuchs besonders stark, als neue Vorgaben für CO2-Grenzwerte bei Pkw-Neuwagenflotten vereinbart wurden, so in den Jahren 2009 bis 2015 nach der Einführung der Grenzwerte im Jahr 2008. Doch wenn sich die Einhaltung der Vorgaben nur auf dem Papier darstellt, ist weder dem Verbraucher noch dem Klima gedient, sondern allein den Herstellern", meint Dorothee Saar, Leiterin des Bereichs Verkehr und Luftreinhaltung der DUH. Im Rahmen der Zertifizierung für alle neuen Personenkraftwagen ist seit September 2018 das neue Prüfverfahren im Labor WLTP eingeführt worden, das realistischere Ergebnisse liefern soll. Saar hält dies jedoch nicht für ausreichend: "Nach den Erfahrungen des Dieselskandals müssen wir davon ausgehen, dass auch im neuen Verfahren getrickst wird. Wir brauchen daher, ähnlich wie bei der Ermittlung von Schadstoffemissionen, auch für den Verbrauch bzw. für CO2-Emissionen ein Verfahren, das auf dem realen Fahrbetrieb beruht. Die EU-Kommission ist aufgefordert, hier rasch ein tragfähiges Konzept vorzulegen."

Die DUH setzt sich seit vielen Jahren für ehrliche Spritangaben ein. Die derzeitige Kampagne "Get Real: Für ehrliche Spritangaben" (LIFE15 GIC/DE/029 Close the gap) wird im Rahmen des LIFE-Programms von der EU-Kommission gefördert.

Links:

- Zur Studie des ICCT: http://l.duh.de/p190111

- Zur Kampagnenwebseite: http://www.get-real.org

- Informationen zum Thema Spritverbrauch sowie das Hintergrundpapier der Kampagne: https://www.duh.de/projekte/die-spritluege/

Pressekontakt: Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin 0170 7686923, metz@duh.de

Dorothee Saar, Leiterin Verkehr und Luftreinhaltung 030 2400867-72, saar@duh.de DUH-Pressestelle:

Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf 030 2400867-20, presse@duh.de

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

zurück

Presse-News
SKODA SCALA feiert am 18. Mai seinen Marktstart bei deutschen Händlern (FOTO) Weiter lesen...
Landgericht Hamburg verurteilt Volkswagen zur Rücknahme eines Audi A6 ohne dass die Klägerin eine Nutzungsentschädigung zu zahlen hat Weiter lesen...
Trotz Wachstum von 85,4% bei Batteriefahrzeugen bleibt Markt unterversorgt - Nachfrage wächst exponentiell Weiter lesen...
Freiberufler und Pensionäre am häufigsten mit dem Cabrio unterwegs (FOTO) Weiter lesen...
Kooperation von real und SsangYong geht in die zweite Runde / Neue Edition des Mini SUV Tivoli (FOTO) Weiter lesen...
Neuer Deutschlandstandort für Europcar Mobility Group in Hamburg / Feierliche Einweihung des Headquarters im Berliner Bogen (FOTO) Weiter lesen...
Trophäe für besten Fahrer der Formel E "voestalpine European Races" feiert Weltpremiere in Wien Weiter lesen...
Türkische Autoindustrie will Zusammenarbeit mit Deutschland stärken / Verbände und Unternehmen suchen den Dialog mit der deutschen Automobilwirtschaft (FOTO) Weiter lesen...
Nicht beschweren - anschauen (FOTO) Weiter lesen...
Ford präsentiert Tourneo Custom mit Plug-In-Hybrid-Antrieb (FOTO) Weiter lesen...
Geblitzt.de Umfrage zeigt: Blitzermarathon polarisiert (FOTO) Weiter lesen...
BWTrend: Wachsende Kritik an Fahrverboten / Grüne deutlich vor CDU / Verluste für AfD Weiter lesen...
dynaCERT präsentiert saubere Diesel-Technologie auf HANNOVER MESSE Weiter lesen...
EU-Kommission legt Fahrplan für saubere Pkw vor - Deutsche Umwelthilfe fordert EU-weite Nachrüstung von Betrugsdieseln mit wirksamer Hardware Weiter lesen...
NewMotion erreicht wichtigen Meilenstein - Ladenetzwerk umfasst mehr als 100.000 Ladepunkte Weiter lesen...
Saubere Luft für Reutlingen: Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg verhandelt über Klage der Deutschen Umwelthilfe Weiter lesen...
Fiat Concept Centoventi: die "demokratische" Antwort auf Elektromobilität (FOTO) Weiter lesen...
Visionärer Viertürer: Neue Bilder und Details der Elektro-Studie von Kia (FOTO) Weiter lesen...
PEUGEOT präsentiert neue Studie: Das Concept 508 PEUGEOT Sport Engineered Neo-Performance (FOTO) Weiter lesen...
Bernd Lucke (LKR): Kein Fahrverbot in Wiesbaden ist ein Ausdruck der Vernunft (FOTO) Weiter lesen...
Autobahn:
z.B.: A3
Bundesland:
Ihr Startort:

Strasse
PLZ
Ort
Land
 
Ihr Ziel:

Strasse
PLZ
Ort
Land
   
schnellster Weg
kürzester Weg

Art der Darstellung:



Nutzen Sie das nebenstehende Formular um einen Handwerker aus den Bereichen Bau- und Baunebengewerbe zu finden!


ID Medien Verlag - Betrug der Automobilindustrie geht unvermindert weiter: Neue ICCT-Studie zeigt weiterhin klaffende Lücke zwischen realem Spritverbrauch und Herstellerangaben

Auto-Werkstätten

Station Dorsten-West

DEKRA
Plaggenbahn 20
46282 Dorsten

Hückeswagen

Zulassungsstellen
Bahnhofstr. 14
42499 Hückeswagen

Serif, Edip KFZ-Werkstatt, LKW-Reparatur

Werkstätten
Krabbenkamp 7
47138 Duisburg

Dipl.-Ing. D. Kupke

DAT
Dorfstraße 55b
15910 Neuendorf am See


Werbung schließen X